Plustek OpticBook A300 im Kurztest – A3-Scanner für 2.000 Euro

Große Leseratte: Der Plustek OpticBook A300 ist auf das Einscannen von Büchern spezialisiert, kommt aber auch mit großformatigen A3-Vorlagen zurecht
Kein reinrassiger Fotoscanner, aber eine gute Wahl für die Digitalisierung kompletter Bücher, Zeitschriften und Wandposter ist der rund 2.000 Euro teure OpticBook A300 von Plustek. Über das A3-Format hinaus unterstützt das Gerät Vorlagen bis zu einer Größe von 304,8 x 431,8 Millimetern und erkennt dank der mitgelieferten Software „ReadIris Pro 10 CE“ sogar eingebettete Texte, die anschließend komfortabel am Computer kopiert und bearbeitet werden können (OCR-Funktion, „Optical Charakter Recognition“).
Auf eine integrierte Durchlichteinheit für Dias und Filme muss der Nutzer allerdings verzichten. Der CCD-Bildsensor löst bis zu 600 Bildpunkte pro Zoll auf, bietet theoretisch also gerade noch ausreichend Ressourcen für das Einscannen von Fotoabzügen. Farben erfasst der Chip sehr präzise (48 Bit Farbtiefe/16 Bit je RGBKanal), wobei ausgebleichte und farbstichige Aufnahmen nicht automatisch optimiert werden. Schade, hier muss der Nutzer selbst nachhelfen. Zwar bietet das im Lieferumfang enthaltene Programm „Presto! ImageFolio“ entsprechende Tools, doch deren Bedienung entpuppt sich als etwas eigensinnig.
Leider hinkt die Scan-Software bezüglich ihrer Benutzerfreundlichkeit ebenfalls ein wenig hinterher. Die Anwendungen von Canon und Epson gefielen uns deutlich besser. Dafür glänzt der OpticBook A300 – abgesehen von der Aufwärmphase – durch eine sehr hohe Scangeschwindigkeit: Das Einlesen eines farbigen Fotos im A3-Format dauerte mit einer Auflösung von 300 dpi zwischen drei und fünf Sekunden. Dabei erlauben die Funktionstasten am Gerät eine schnelle und unkomplizierte Steuerung. Der Geräuschpegel des Scanners ist relativ niedrig.
Erwähnung verdient auch die geringe Randbreite von gerade einmal zwei Millimetern, wodurch sich Bücher und Hefte im Idealfall ohne störenden Falz-Schatten einscannen lassen. Mit dem separat erhältlichen „Plustek DocServ W1000“ kann der OpticBook A300 in ein Netzwerk eingebunden werden. Wegen des hohen Preises und den Unzulänglichkeiten der Software reicht es trotzdem nur für ein „Befriedigend“.
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