Reflecta DigitDia 5000 im Kurztest – Diascanner für 1.250 Euro
Wo ist das Objektiv? Diese Frage könnte sich mancher Laie beim Anblick des 1.249 Euro teuren DigitDia 5000 von Reflecta stellen. Das Design erinnert nämlich eher an einen Diaprojektor als an einen -scanner, allerdings mit dem Unterschied, dass statt des Linsensystems ein CCD-Bildsensor zum Einsatz kommt. Im Prinzip ist die Arbeitsweise aber altbekannt: Ein Transportschieber führt das Dia in das Gerät ein und wirft es nach dem Scanvorgang wieder aus.
So lassen sich mithilfe der Magazinführung ganze Diasammlungen in einem Durchlauf digitalisieren, ohne dass man dabei am Computer sitzen muss. Im Lieferumfang ist bereits ein Magazin für 100 CS-Dias enthalten. Allerdings kommt der DigitDia 5000 ausschließlich mit gerahmten 35-Millimeter-Vorlagen zurecht – Kleinbildstreifen bleiben auf der Strecke. Bei 3.600 dpi (maximale Auflösung) dauert jeder Scan rund zwei Minuten. Mit automatischer Staub- und Kratzerentfernung (ICE-Technologie) verlängert sich die Zeit um eine Minute.
Ein nettes Gadget ist dabei der Diabetrachter auf der Vorderseite, mit dem sich die Vorlage durchleuchten und so zum Beispiel auf Beschädigungen überprüfen lässt. Leider weist die mitgelieferte Scan-Software „CyberView“ in puncto Bildbearbeitung und Schnelligkeit einige Defizite auf. Die Bildqualität ist – bis auf den Tonwertumfang in dunklen und hellen Bereichen – zwar ordentlich, doch kann man etwa mit „SilverFast“ noch wesentlich mehr herausholen. Die Produktvariante mit diesem Programm kostet zwischen 300 und 500 Euro mehr.
Anspruchsvolle Nutzer und Profis sollten sich trotzdem nach einem High-End-Scanner umsehen (siehe Nikon Super Coolscan 5000 ED). Hobbyfotografen kommen mit dem Reflecta DigitDia 5000 aber allemal auf ihre Kosten. Gesamtnote: “Gut”.
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